Studiengang im Scherenschnitt

Neue Möglichkeit für Studierende: der Studiengang Verkehrsmanagement

Während konventionelle Studiengänge häufig einen Teilaspekt der Mobilität behandeln, schärft der Studiengang Verkehrsmanagement an der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft den Blick fürs Ganze.

„Dem Ingeniör ist nichts zu schwör“ – die bekannte Comicfigur Daniel Düsentrieb wandelte die erste Strophe des Ingenieurliedes von Heinrich Seidel ab und drückte damit das zwiespältige Verhältnis seiner Autoren zum Stand der  Ingenieure aus: Trotz großer Theorien im Studium fehlt es oft an der praktischen Erfahrung. Der neue Studiengang Verkehrsmanagement an der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft setzt hier wegweisende Akzente.

Der neue Bachelor-Studiengang ist bisher bundesweit der einzige seines Fachbereichs, den Wirtschaftsvertreter, darunter die PTV, von Beginn an mit gestaltet haben. Das Curriculum lehnt sich eng an die Aufgabenstellungen der Unternehmen an. Das
Angebot umfasst Fächer mit dem Schwerpunkt Verkehr in einer neuartigen Konzentration. Die Fakultät beruft anhand des Curriculums neue Professuren. Und ein Beirat aus Vertretern der Hochschule und den Kooperationspartnern begleitet den Studiengang.

Mobilität im Querschnitt

„Mobilität befindet sich in einem dramatischen Veränderungsprozess, eingebettet in Randbedingungen aus Ökonomie, Ökologie und Gesellschaft.“ erklärt Studiendekan Prof. Dr.-Ing. Christoph Hupfer. „ Vor diesem Hintergrund haben sich die Aufgaben der Mobilität zur Querschnittsaufgabe entwickelt, die sich in der klassischen Fakultätsstruktur der Hochschulen kaum noch darstellen lässt. Wir bilden ab dem kommenden Wintersemester  Ingenieure aus, die auf aktuelle und zukünftige Mobilitätsfragen   zielführende Antworten geben können und wissen, wie sie diese Ziele erreichen.“
Die Studierenden lernen letztlich, wie man das Zusammenspiel von Verkehrsangebot und -nachfrage optimiert. Dabei besteht die Spielwiese aus vielen verschiedenen Fachrichtungen: angefangen von den Grundlagen zur Mobilität und Geodaten über das  Basiswissen zur Verkehrsplanung und -technik bis hin zu Transportsystemen und  Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen. „Das Curriculum dieses Studiengangs ist außerhalb der klassischen Fakultäten wie Bauingenieurwesen oder Elektrotechnik angelegt“, ergänzt Dr.-Ing. Rainer Schwarzmann, verantwortlich für das Konzept bei PTV. „Wir haben die  Ausrichtung an Verkehr und Praxis nicht nur integriert, sondern auch neu gestaltet.  PTV-seitig unterstützen wir die Ausbildung direkt durch die Übernahme von Lehraufträgen und stellen unsere Software zur Verfügung. Wir sind überzeugt, dass der Zuschnitt des Studiengangs erfolgreich sein wird.“

Kurz notiert:

  • Regelstudienzeit: 7 Semester, Vorpraktikum nicht erforderlich
  • Bewerbungsschluss: 15. Juli eines jeden Jahres
  • Bewerbungsverfahren: Online-Bewerbungsverfahren der Hochschule
  • Vertiefungsrichtungen: Verkehrstelematik, Verkehrsplanung, Öffentlicher  Personennahverkehr
  • Praxissemester: im 5. Semester

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