CityLog: Städtische Logistik im Fokus

´Neue Lösungen für die urbane Mobilität werden auf den Weg gebracht: Am 18.12. treffen sich die Beteiligten des Forschungsprojekts CityLog zur Abschlussveranstaltung in Turin, Italien.

CityLog steht nun vor dem Abschluss. Am 18. Dezember treffen sich alle Beteiligten des Forschungsprojekts zur Förderung der Nachhaltigkeit und Effektivität städtischer Logistik, darunter die PTV Group, im FIAT Industriepark Turin, Italien, zu abschließenden Workshops. Der Bedarf am Forschungsprojekt entstand aus wesentlichen Veränderungen in der Gesellschaft: Erstmals in der Menschheitsgeschichte leben weltweit mehr Menschen in Städten als auf dem Land – Tendenz steigend. Der urbane Raum ist dabei Dreh- und Angelpunkt für Leben, Arbeit und Gesellschaft. Nur eine effiziente Logistik kann die Versorgung von Bürgern, Handel und Industrie gewährleisten. Und Anforderungen an die Dienstleistungsqualität sowie Verkehrsprobleme und Restriktionen wachsen ständig.

Auf der Suche nach neuen Lösungen für die städtische Logistik brachte die Europäische Kommission das Forschungsprojekt CityLog mit Beginn des Jahres 2010 auf den Weg – eingebettet in das siebte Rahmenprogramm, Thema 7 „Sustainable Surface Transport“. Um die Effizienz und Nachhaltigkeit insbesondere des städtischen Lieferverkehrs zu steigern, entwickelten die 18 Partner aus sechs europäischen Ländern  neuartige Logistik-Konzepte: Eine IT-gestützte Planung, innovative Lieferkonzepte, die schadstoff- und lärmoptimierte Nutzfahrzeuge integrieren, sowie neuartige Ladeeinheiten waren die drei wesentlichen Ansätze des Projekts.

Dynamische Optimierung des Lieferverkehrs

Die Planungssoftware der PTV optimiert bereits im Vorfeld Sammel- und Verteilaufträge für zuvor definierte Liefergebiete, zum Beispiel die städtischen Quartiere des Testfelds Turin für den Praxispartner TNT – einer der weltweit führenden Anbieter von Business-to-Business-Expressdienstleistungen. Das Programm berücksichtigt sowohl Verkehrsinformationen als auch auftragsrelevante Restriktionen wie Lieferzeitfenster und Umweltzonen. Per Webservice gehen die gebildeten Touren an die Fahrzeugnavigation. Während der Tour überträgt das Fahrzeugsystem Positions- und Statusmeldungen an die Zentralenlösung. Diese berechnet daraus aktuelle Ankunftszeiten und überträgt sie per SMS an den  Sendungsempfänger. Die Planung bezieht dabei neue, besonders schadstoff- und lärmarme Fahrzeuge ein, um unterschiedlichen Anforderungen gerecht zu werden.

FreightBus und BentoBox – effiziente Fahrzeuge und Ladeeinheiten

Durch moderne Container-Konzepte, zum Beispiel FreightBus, die trimobile Packstation, können Zusteller große LKWs in die Liefergebiete steuern und die zuvor gebündelte Fracht auf kleine, stadtverträgliche Transporter für die City-Belieferung umladen. TNT in Turin bietet optimale Testbedingungen, da sich speziell die hohen Anforderungen im Expressgeschäft abbilden lassen.

Innovative Ladeeinheiten machen vielfachen Zustellversuchen schließlich den Garaus: „Ein verstellbares Innenlayout ermöglicht unterschiedliche Einsatzzwecke einer Ladungseinheit: als einfacher Container oder mobile Packstation zum Selbstabholen, das sogenannte BentoBox-Konzept“, erklärt Florian Krietsch, Projektleiter bei PTV. Sein Resümee: „Die im Projekt entwickelten Lösungen reduzieren erfolgreich die Belastungen durch die innerstädtische Logistik.“