Angeklopft bei … Dr. Steffen Wekeck

Dr. Steffen Wekeck ist Director Traffic Software Development bei der PTV Group und unter anderem für die Softwareentwicklung der weltmarktführenden Verkehrsplanungsprodukte PTV Visum und PTV Vissim zuständig.

Dr. Steffen Wekeck ist Director Traffic Software Development bei der PTV Group und unter anderem für die Softwareentwicklung der weltmarktführenden Verkehrsplanungsprodukte PTV Visum und PTV Vissim zuständig.

Compass: Steffen, du bist seit 14 Jahren als Softwareentwickler für unsere Verkehrsplanungsprodukte zuständig. Wie hat sich die Softwareentwicklung seither verändert?

Wekeck: Unsere Produkte sind in dieser Zeit gewachsen und heute wesentlich komplexer als früher. Daher sind Kommunikation und Kooperation im Team immer wichtiger geworden. Früher programmierte man als Einzelkämpfer seinen Teilbereich, heute legen wir Wert auf agile Softwareentwicklung, Pair Programming und Code Reviews – und zwar produktübergreifend. Dennoch sind Fachexperten auch heute noch extrem wichtig für das Team. Darüber hinaus arbeiten wir mit Automatisierungen, zum Beispiel durch Codegenerierung, die auch komplexeren Quelltext automatisch erzeugt. Das spart Zeit und kommt der Entwicklung neuer Features zugute.

Compass: Welche aktuellen Trends greift ihr in eurer Entwicklungsarbeit auf?

Wekeck: Performance ist ein wesentlicher Treiber. Die Verkehrsmodelle unserer Anwender werden schnell größer. Die Hardwareleistung kann da oft nicht mithalten. Daher investieren wir seit Langem in Beschleunigung beispielsweise durch algorithmische Verbesserungen und Parallelisierung wie verteiltem Rechnen. Ein weiterer Trend ist Open Data: Anwender möchten heute Datenquellen wie Open Street Map oder Google Transit zum Netzaufbau nutzen. Das müssen wir über Importer in unserer Software abdecken und Verfahren bieten, die Modelle auf dieser Basis kalibrieren können.

Compass: Welchen Einfluss hat das Feedback unserer Kunden?

Wekeck: Wir pflegen einen sehr engen Kontakt zu unseren Kunden und Partnern und verfolgen den Markt genau. Auch Feedback aus unserem Support Center fließt in unsere Release-Planung ein. Ein Beispiel: Wir haben viel in Benutzerfreundlichkeit investiert, beispielsweise in Responsiveness, also die Reaktionsfähigkeit der Software. Der Anwender soll schon während der Modellierung Feedback zu einzelnen Bearbeitungsschritten erhalten.

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