PTV Vissim bietet virtuelle Welt zum Testen zukünftiger Automobilentwicklungen

PTV Technologie ist im Einsatz, um CAV's in einer virtuellen Umgebung zu testen.

PTV Technologie ist im Einsatz, um CAVs in einer virtuellen Umgebung zu testen.

Vernetzte und autonome Fahrzeuge (Connected and Autonomous Vehicles, CAVs) erobern seit einiger Zeit die Straßen der Welt. Bewährte Funktionen wie adaptive Fahrgeschwindigkeitsregler (Adaptive Cruise Control, ACC), Notbremssysteme und Fahrspurassistenten stehen bereits zur Verfügung. Zugleich läuft die Entwicklung, Erprobung und Finanzierung neuer Technologien für autonome Fahrzeuge auf Hochtouren.

Wirtschaft, Politik und Forschung forcieren den Einsatz vernetzter und autonomer Fahrzeuge im realen Verkehr, damit sie hier ihr Potenzial im vollen Umfang entfalten können. Die Vorteile liegen auf der Hand: Höhere Sicherheit durch Ausschluss fahrerbedingter Fehlerquellen, geringere Schadstoffemissionen dank eines gleichmäßigen Verkehrsflusses sowie weniger Staubildungen im gesamten Verkehrsnetz. Dabei tragen Technologien zur Verkehrsmodellierung und -simulation erheblich zur Entscheidungsfindung bei. So können die Zunahme autonomer Fahrzeuge und ihre Auswirkungen quantifiziert und damit die Folgen für künftige Verkehrsinfrastrukturen ermittelt werden.

Ob Behörden, Beratungsfirmen, Hochschulen oder Unternehmen des Automobilsektors – die Kunden der PTV setzen auf PTV Vissim, um komplexe Fragestellungen rundum das Thema Vernetztes und Autonomes Fahren innerhalb ihrer Verkehrsnetze zu beantworten. Mithilfe der führenden Software für mikroskopische Verkehrssimulation wurden zukünftige CAV-Technologien innerhalb einer virtuellen Umgebung getestet. So konnte das Fahrverhalten vernetzter und autonomer Fahrzeuge über verschiedenste Szenarien hinweg simuliert und eingehend analysiert werden. Tests können zu unterschiedlichen Verkehrsbedingungen mittels Mehrfachsimulationen durchgeführt werden. Dabei besteht die Möglichkeit, lange Wege und Entfernungen über Nacht zu testen und zu analysieren.

Fahrerlose Autos sind nicht mehr nur reine Hirngespinste.

Fahrerlose Fahrzeuge sind nicht mehr nur reine Fantasie.

Ein spannendes Projekt im Auftrag des britischen Verkehrsministeriums befasst sich mit der Simulation möglicher Auswirkungen, die der Einsatz von vernetzten und autonomen Fahrzeugen auf den Verkehrsfluss und die Kapazität des Verkehrsnetzes im Vereinigten Königreich mit sich bringen könnte. Das Ingenieurbüro Atkins wurde mit der Durchführung des Projekts unter Verwendung von PTV Vissim beauftragt.

Dr. Dave Williams, verantwortlicher Projektmanager bei Atkins, gab einen Einblick in das anspruchsvolle Vorhaben: „Es gibt zahlreiche Unsicherheitsfaktoren hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung vernetzter und autonomer Fahrzeuge. Während uns zunehmend klar wird, welche neuen Möglichkeiten sich für uns eröffnen könnten, liegt der Fokus bei diesem Projekt auf der Betrachtung unterschiedlicher Zukunftsszenarien des autonomen Fahrens. So wird beispielsweise häufig angenommen, dass autonomes Fahren kürzere Taktzeiten ermöglicht. Wir berücksichtigen jedoch auch Szenarien, in denen wir davon ausgehen, dass vernetzte und autonome Fahrzeuge vorsichtiger fahren als die bestehende Fahrzeugflotte. Hierzu analysieren wir die entsprechenden Auswirkungen auf die Straßenkapazität. Bei unseren Tests mit PTV Vissim 8 modifizieren wir die Fahrzeugfolge- und Fahrstreifenwechselmodelle, um unterschiedliche Szenarien zum Fahrverhalten betrachten zu können. Mittels einer COM-API haben wir vernetzte und autonome Fahrzeuge konfiguriert, um deren Verhaltensweisen je nach Situation anzupassen – ein wichtiger Aspekt, wenn es darum geht, mögliche Auswirkungen der Vernetzung zu bewerten.“

Der Abschlussbericht zu diesem Vorhaben soll Mitte 2016 vorgelegt werden.

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