Managementwechsel im Bereich Public Transport

Ralf Frisch und Peter Mott

Ralf Frisch und Peter Mott

Leistungsfähiger öffentlicher Personennahverkehr wird weltweit immer wichtiger. Ziel ist es, das Verkehrssystem der Zukunft an den Bedürfnissen der Menschen auszurichten. Im Interview berichtet Dr. Peter Mott, zuletzt Director Business Development Public Transport bei PTV, zu Beginn seines Ruhestandes rückblickend über seine 33-jährige Karriere sowie aktuelle Entwicklungen im Bereich Public Transport.

Compass: Bereits deine Dissertation mit dem Titel „Signalsteuerungsverfahren zur Priorisierung des Öffentlichen Personennahverkehrs“ verrät deine Leidenschaft zum ÖPNV. Wie ging das dann nach deiner Promotion weiter?

Peter Mott: Ich hatte nur zwei Arbeitgeber in meinem Leben. Vor PTV war ich beim Institut für Verkehrswesen (IFV) tätig und habe dort die Firmengründer der PTV sehr gut kennengelernt. So war ich von Anfang an dabei und begann zum 1. April 1983 offiziell meine PTV-Karriere. Die Tätigkeit begann direkt mit dem ersten Projekt der PTV zur Liniennetzoptimierung im Raum Mannheim-Ludwigshafen. Auch Fahrgasterhebungen habe ich selbst durchgeführt und das Team der Fahrgasterheber, welches noch heute besteht, somit begründet und mit aufgebaut.

Peter Mott nach 400 Monaten PTV

Peter Mott

Compass: Dann ging es mit INTERPLAN weiter.

Peter Mott: Richtig. Ich habe das Fahr- und Dienstplansystem verantwortet bis es die INIT später aufkaufte. Zu diesem Zeitpunkt wechselte ich in das PTV Visum-Team. Den ÖPNV-Teil von Visum habe ich mit entwickelt und mit der Zeit wurde meine Tätigkeit, wie auch das Unternehmen an sich, immer internationaler. Mit dem Oman habe ich beispielsweise eine besondere Verbindung – aus einer privaten Reise wurde später ein Training.

Compass: Neben deiner Tätigkeit als Director Business Development Public Transport warst du auch im Training-Geschäft – was war dein liebstes Thema?

Peter Mott: (Lachend) Immer der ÖPNV. Die Frage „Entweder, oder?“ hat sich mir nie gestellt. Für mich war es die logische Konsequenz, ins internationale Training-Geschäft einzusteigen und weltweit Kolleginnen und Kollegen an meinem Know-how teilhaben zu lassen.

Compass: Wie beurteilst du die Zukunft des ÖPNVs?

Peter Mott: Die Rolle des ÖPNVs wird immer wichtiger. Junge Menschen machen heutzutage nicht mehr zwingend den Führerschein oder wollen ein Auto besitzen. Mit der Sharing Economy verändert sich die Definition von Besitz allgemein und für eine erfolgreiche Shared Economy ist ein leistungsfähiger ÖPNV essentiell. PTV hat die beste Software der Welt und ist auf einem sehr guten Wege, mit den relevanten Playern den Bereich voranzutreiben.

Ralf Frisch freut sich auf die Herausforderung und Abwechslung des Betätigungsfeldes

Ralf Frisch freut sich auf die Herausforderung und Abwechslung des Betätigungsfeldes

Compass: Wie siehst du deinen Nachfolger, Ralf Frisch, für die Aufgabe gerüstet?

Peter Mott: Ralf ist gut vorbereitet und hat relevante Erfahrung. Wir haben bereits einige Jahre zusammen gearbeitet und teilen die Leidenschaft zu Public Transport und zur PTV-Software. Nun hat er es sich zum Ziel gemacht, Städten die Angst vor Zukunftsaufgaben, die teilweise komplex sind, zu nehmen. Ich bin da zuversichtlich und werde gespannt verfolgen, wie es weiter geht.

Compass: Und was hast du jetzt vor?

Peter Mott: Ganz kann ich es nicht lassen. Ich führe meine Lehrtätigkeit an der Hochschule Karlsruhe für den Studiengang Verkehrssystemmanagement, in enger Zusammenarbeit mit PTV, fort. Privat freue ich mich darauf, weiterhin meiner Liebe zum Reise zu frönen. Unter anderem möchte ich mit meiner Ehefrau nach Rhodos – unsere Flitterwochen dahin habe ich aufgrund eines geschäftlichen Termins abgesagt. Die holen wir nun, 31 Jahre später, nach.

Compass: Viel Freude dabei und herzlichen Dank für das Gespräch!

Von links nach rechts: Miller Crockart (VP Traffic Sales and Marketing), Peter Mott mit Ehefrau Elisabeth und CEO Vincent Kobesen

Von links nach rechts: Miller Crockart (VP Traffic Sales and Marketing), Peter Mott mit Ehefrau Elisabeth und CEO Vincent Kobesen

Lesen Sie unsere Pressemitteilung zum Thema.

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