Wie geht es nach dem Zusammenschluss von PTV und DPS weiter?

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PTV Group: Neue Geschäftsleitung in UK und Skandinavien

Vor zwei Wochen haben wir bekannt gegeben, dass die PTV Group 100 Prozent am britischen Unternehmen Distribution Planning Software Limited (DPS) mit allen Mitarbeitern, Standorten und Produkten übernommen hat, um künftig gemeinsam am Markt zu agieren. Der bisherige Eigentümer und Gründer Paul Palmer steht weiterhin in beratender Funktion mit seinem Know-how zur Verfügung. Für die Geschäfte in UK und Skandinavien haben inzwischen drei versierte PTV-Kollegen ihre Arbeit als neue Geschäftsführer aufgenommen: Constantin Lutz und James De Roo in UK sowie Dyon van Gaans in Skandinavien. Sie wagen heute einen Blick in die Zukunft und beantworten Fragen zur weiteren Geschäftsentwicklung.

Compass: Paul, du hast dich als Firmengründer jetzt entschieden, das Unternehmen zu verkaufen. Was waren deine Beweggründe dafür?

Paul Palmer, Firmengründer der DPS, bleibt in beratender Rolle dem Unternehmen erhalten.

Paul Palmer, Firmengründer der DPS, bleibt in beratender Rolle dem Unternehmen erhalten.

Paul Palmer: Ich bin stolz, dass sich DPS in den letzten 15 Jahren zu einem internationalen Marktspieler mit Standorten in UK, Schweden und Südafrika entwickelt hat. Ich freue mich, dass ich mit der PTV Group und ihrem weltweiten Vertriebsnetz jetzt den passenden Partner für weiteres internationales Wachstum gefunden habe. Unser Produkt Route Optimiser ergänzt als Tourenplaner in der Cloud das Produktportfolio der PTV perfekt und kann ab sofort über deren Vertriebsnetz mit vermarktet werden.

Compass: Constantin, du verantwortest bei der PTV Group weltweit das Logistiksoftwaregeschäft, was versprichst du dir von dem Zusammenschluss mit DPS?

Constantin Lutz: Beim strategischen Wachstumskurs der PTV spielt die geografische Expansion eine wichtige Rolle. Ziel dabei ist es, mit unseren bestehenden Produkten neue Regionen und Märkte zu erschließen. DPS ist in UK bereits stark vertreten und bietet uns mit ihren Standorten in Göteborg und Johannesburg weitere Optionen für den Ausbau unseres Logistikgeschäftes.  Mit der Firmenübernahme können wir auf einen Streich unseren Umsatz in UK verdoppeln, in Skandinavien verdreifachen und haben zudem eine gute Ausgangsposition in Afrika.

Compass: DPS und PTV arbeiten im gleichen Marktumfeld. Gibt es da nicht auch Konkurrenz- und Synergiesituationen?

Constantin Lutz, Vice President Sales & Marketing Logistics Software bei der PTV Group, ist einer der beiden neuen Geschäftsführer der DPS.

Constantin Lutz, Vice President Sales & Marketing Logistics Software bei der PTV Group, ist einer der beiden neuen Geschäftsführer der DPS.

Constantin Lutz: Wir sind in der glücklichen Lage, dass sowohl unsere Marktpräsenz als auch die Produktportfolios nicht zueinander in Wettbewerb stehen, sondern sich hervorragend ergänzen. Wir profitieren beide von einem erweiterten Lösungsspektrum, das wir künftig unseren Kunden anbieten können. Bestehende Verpflichtungen gegenüber externen Vertragspartnern werden ordnungsgemäß fortgeführt. Für alle bestehenden Kunden gilt „business as usal“. Synergieeffekte ergeben sich in der Bürosituation, wo wir künftig die DPS-Büros nutzen werden.

Compass: James, du wirst als neuer Geschäftsführer in UK vor Ort die Geschäfte begleiten, was ist aktuell die größte Herausforderung?

James De Roo: Ich habe umgehend meinen Arbeitsschwerpunkt in die Niederlassung in Halesowen in der Nähe von Birmingham gelegt, um für alle aktuellen Fragen da zu sein, den lokalen Markt noch besser kennen zu lernen, aber auch um die künftige Geschäftsentwicklung von Anfang mitgestalten zu können.

James De Roo ist einer der beiden neuen Geschäftsführer der DPS, einem Unternehmen der PTV Group.

James De Roo ist einer der beiden neuen Geschäftsführer der DPS, einem Unternehmen der PTV Group.

Aktuelle Herausforderung für beide Seiten ist es, sich möglichst unvoreingenommen mit unterschiedlichen Menschen sowie Arbeits- und Sichtweisen vertraut zu machen. Wir wollen von den vorhandenen Erfahrungen profitieren, jeweils die besten Konzepte weiterführen, aber auch offen sein, neue stimmige Prozesse für die Zukunft zu etablieren.

Compass: Und worin siehst du die größte Chance?

James De Roo: Ich finde es wahnsinnig spannend, das Logistikgeschäft der PTV gemeinsam mit der DPS jetzt auf eine ganz andere Ebene zu heben. Ich sehe unglaublich viel Potenzial darin, dass wir mit einer starken lokalen Präsenz unseren Kunden deutlich mehr Auswahl und Service bei der Planung und Optimierung ihrer Transportlogistik anbieten können.

Compass: Dyon, du verantwortest bereits sehr erfolgreich die Geschäfte unserer Firmengruppe in Benelux. Jetzt weitest du dies mit der Übernahme der Geschäftsleitung in Skandinavien aus. Was darf man sich darunter vorstellen?

Dyon van Gaans leitet die Niederlassung in Göteburg.

Dyon van Gaans leitet die Niederlassung in Göteburg.

Dyon van Gaans: Ich habe bereits mit meinem Team in Benelux den skandinavischen Markt für PTV mit bearbeitet. Jetzt freue ich mich, dass mit der Übernahme des DPS-Büros im schwedischen Göteborg wir weitere lokale Experten vor Ort haben. Damit rücken wir deutlich näher an unsere Kunden und können diese noch besser beraten und begleiten. Schritt für Schritt werden sich unsere Teams im Norden Europas gegenseitig mit dem jeweiligen Produktportfolio vertraut machen. Wir werden somit sichtbares Umsatzwachstum für unsere Firmengruppe in dieser Region realisieren.

Wir und unsere Kunden werden von dem Plus an Sichtbarkeit, lokaler Präsenz und Expertise profitieren, davon bin ich überzeugt!