Akademische Partner

Dr. Klaus Nökel, Head of Technology Innovation, im Interview zum akademischen Partnerprogramm der PTV Group.

Dr. Klaus Nökel, Head of Technology Innovation, im Interview zum akademischen Partnerprogramm der PTV Group.

Auf der TRB in Washington im Januar hat die PTV Group ihr akademisches Partnerprogramm vorgestellt (lesen Sie dazu auch unsere Pressemitteilung). Im Interview erläutert Dr. Klaus Nökel, Head of Technology Innovation bei PTV, die wichtigsten Punkte rund um das akademische Partnerprogramm.

Compass: Die PTV arbeitet ja schon seit Jahren eng mit Forschungseinrichtungen und Universitäten zusammen, sei es in gemeinsamen Projekten oder indem wir beispielsweise Universitäten unsere Software zu Studienzwecken zur Verfügung stellen. Worum geht es nun beim akademischen Partnerprogramm, was ist neu, was sind die Ziele?

Klaus Nökel: Stimmt, die PTV hat von Anfang an den Kontakt zu akademischen Einrichtungen gesucht, wobei ganz unterschiedliche Gründe ausschlaggebend waren: Einerseits erfahren wir über akademische Kontakte von neuen Forschungsergebnissen, die wir in Produktverbesserungen umsetzen; andererseits werden dort unsere zukünftigen Anwender ausgebildet und wir möchten sie so früh wie möglich mit unserer Software bekannt machen. Inzwischen sind die Kontakte aber so vielfältig geworden, dass wir sie systematischer bearbeiten müssen als über individuelle Zufallsbekanntschaften.

Compass: Wie könnte die künftige Zusammenarbeit konkret aussehen?

Klaus Nökel: Wir planen mehrere Formate, entsprechend unseren unterschiedlichen Zielsetzungen. Für alle akademischen Anwender wollen wir den Zugang zu unserer Software vereinfachen, damit sie möglichst überall in der Lehre verwendet wird. Ein einfaches Preismodell und der Verzicht auf unübersichtliche Funktionsbeschränkungen sind der Kern.

Dann gibt es das PTV Research Network, eine kleinere Gruppe von Akademikern, die unsere Software auch in der Forschung einsetzen und damit teils aufsehenerregende neue Ergebnisse erzielen. Diesen Anwendern wollen wir weitere Vorteile beim Einsatz der Software einräumen und uns mit ihnen kontinuierlich über ihre Forschungsergebnisse austauschen. Wir können uns so frühzeitig bei der Roadmap-Planung unserer Produkte darauf einstellen. Außerdem nutzen wir die Kontakte für unsere eigene Imagewerbung, indem wir z. B. Erfolgsstories auf unserer Website, in Blogs oder sozialen Medien in Beziehung zu unserer Software setzen.

Und schließlich haben wir einen wissenschaftlichen Beirat für die PTV gegründet, das PTV Scientific Advisory Board. Hier ist die Zielsetzung etwas anders. Führende Forscher auf ausgewählten Gebieten werden für ein bis zwei Jahre in den Beirat berufen. Sie geben uns dort einen Überblick über Anwendungstrends, neue Forschungsergebnisse, Aktivitäten der Wettbewerber und Ausbaupotenzial in unserer Software – übergreifend über Logistics und Traffic und überwiegend zu Themen, die noch nicht im Kern unseres Geschäfts stehen. Dabei sorgen die zeitliche Limitierung und die bewusste Begrenzung auf acht Mitglieder für regelmäßigen Wechsel bei Personen und Themen. So bringen wir gezielt frisches Blut und neue Ideen in die PTV.

Compass: Und wer kümmert sich bei PTV um diese Themen?

Klaus Nökel: Wir möchten mit den drei Formaten zügig vorankommen und nach dem Start konsequent dranbleiben, den Kontakt halten, Folgetreffen organisieren, die richtigen Personen ansprechen. Schon recht früh haben sich deshalb drei übliche Verdächtige zusammengesetzt und aus der anfänglichen Idee einen Plan entwickelt. Guido Gentile und ich sind schon ein eingespieltes Team, denn wir konnten über vier Jahre in einem EU-Projekt üben, gemeinsam ein thematisches Forscher-Netzwerk zu koordinieren. Dazu Paulo Humanes, der über vielfältige Kontakte insbesondere in forschungsnahe politische und industrielle Gremien verfügt, z. B. in das International Transport Forum der OECD. Zusammen setzen wir den Plan jetzt um. Der nächste Schritt: Mitte Juli bringen wir das Scientific Advisory Board und das Research Network zu einem wechselseitigen Austausch nach Karlsruhe und etablieren PTV als feste Größe in der Academic Community.