Match me if you can: Lunch-Networking mit dem PTV-Roulette

PTV-Mitarbeiter Michael Hubschneider (r.) und Jochen Foldenauer beim zufälligen Lunch in der Kantine.

Das Englische Wort Serendipity beschreibt den Effekt, zufällig etwas Besonderes zu entdecken, etwas, nach dem man eigentlich gar nicht gesucht hat. Genau das passiert, wenn man beim PTV Roulette mitmacht. Der Zufall oder besser ein Matching-System bringt Kolleginnen und Kollegen zum Mittagessen oder auf einen Kaffee zusammen. Dabei ergeben sich unerwartete, anregende Begegnungen.

11.30 in der PTV Kantine. Während sich so langsam eine Schlage vor der Essensausgabe bildet, wartet Jochen Foldenauer auf sein heutiges „Blind Date“ beim Mittagessen. Seit neun Monaten ist er bei PTV in der Abteilung Finanzen & Controlling. „Für mich war das Lunch Roulette ein super Einstieg in die Firma. So konnte ich direkt über meinen eigenen Tellerrand schauen und die verschiedenen Abteilungen und Arbeitskollegen kennenlernen“, erinnert er sich.

Heute hat ihm das Roulette Michael Hubschneider aus dem Produktmanagement zugelost. Gekannt haben sich die beiden vor ihrem ersten Mittagessen nicht. „Wir hatten aber keinerlei Probleme, Gesprächsthemen zu finden“, erzählt Michael. „Erst mal war es natürlich spannend, was der andere bei PTV eigentlich so macht. Aber auch über Privates haben wir uns ausgetauscht.“ „Und über Politik geredet“, ergänzt Jochen lachend. „Darüber lässt es sich schließlich so herrlich streiten.“

Jolanta Buhl und Nicole Henn hat das PTV-Roulette bereits zum zweiten Mal zusammengeführt, aber auch sie hatten zuvor beruflich nichts miteinander zu tun. „Das ist das Schöne dabei“, freut sich Jolanta. „Im Bereich Corporate Finance, in dem ich arbeite, habe ich nicht mit allen Abteilungen Anknüpfungspunkte. Die entstehen dann eben beim Mittagessen.“

Beim zweiten PTV Roulette-Treffen: Jolanta Buhl (l.) und Nicole Henn.

Während die beiden Kolleginnen bei ihrer ersten gemeinsamen Roulette-Runde noch die beruflichen Eckpunkte abgeklopften, standen bei der zweiten Themen wie Wochenendaktivitäten und Reisen im Mittelpunkt. „Ich war richtig gespannt, was es Neues gibt“, meint Nicole, die bei PTV Projektleiterin im Bereich Logistik für PTV Map&Market ist.

„Während wir uns beim ersten Treffen eher beschnuppert haben, konnten wir jetzt anknüpfen und uns noch besser kennenlernen.“ Dass mit Arbeitskollegen aus anderen Abteilungen verschiedenste Themen auf den Tisch kommen, findet Jolanta positiv: „Wenn man im Team essen geht, redet man zwangsläufig auch über das Tagesgeschäft. Ich bin froh, beim Roulette dann mal über was anderes zu sprechen.“

Die Idee zum PTV Roulette entstand zeitgleich in zwei Teams. Sofia Salek de Braun war damals Teil einer internen Arbeitsgruppe mit dem Ziel, Maßnahmen zu entwerfen, um die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus unterschiedlichen Bereichen zusammenbringen. „Beim Zähneputzen hatte ich eines Morgens den Einfall, dass der meiste spontane Austausch bei gemeinsamen Mittagessen stattfindet und dachte, da sollten wir ansetzen“, erzählt die Business Analystin. Aus einem der agilen Teams bei PTV kam ein ähnlicher Vorschlag und die Idee, eine Applikation mit Zufallslauf aufzusetzen.

Oliver Krug ist Software Engineer bei PTV und war an der Entwicklung beteiligt. „Wer mitmachen möchte, hinterlegt einfach seine E-Mail-Adresse auf der Roulette-Webseite und gibt an, an welchem Tag er verfügbar ist“, erklärt er. „Eine einfache Matching-Software lost dann jeden Tag die Lunch-Partner aus. Wann und wie oft man teilnehmen möchte, entscheidet jeder jede Woche selbst.“

Teil des Roulette-Teams: Sofia Salek de Braun und Oliver Krug.

Mehr als 80 Kolleginnen und Kollegen haben sich seit dem Start im November 2016 beim PTV Roulette angemeldet. Jochen Foldenauer und Michael Hubschneider sind von Anfang an dabei und absolute Fans. „Die Vorteile des PTV Rouletts sind unglaublich vielfältig“, sagt Jochen. „Schon allein, dass ich jetzt einen direkten Ansprechpartner habe. Bei Fragen oder Problemen ist es immer leichter, sich an jemanden zu wenden, den man persönlich kennt.“

Für Michael sind auch die Einblicke in die verschiedenen Bereiche von PTV bereichernd: „Man bekommt viel über die Arbeitsweisen und Stimmungen in den anderen Abteilungen mit. Und selbst über die eigenen Team-Mitglieder kann man viel lernen. Einmal war ich mit einer direkten Kollegin beim Roulette-Lunch und war überrascht, was ich alles über sie erfahren habe. Zum Beispiel, dass sie ein Faible für Molekular-Küche hat.“

Eine Erfahrung, die auch Jolanta Buhl und Nicole Henn gemacht haben. „Ich bin schon mit Kollegen essen gegangen, die ich bereits gekannt habe. Ich sage „eigentlich“, denn es ist etwas völlig anderes, ob man mit einer Person in einer Gruppe oder zu zweit essen geht. Mit eher introvertierten Leuten, die in einer großen Gruppe vielleicht gar nicht zu Wort kommen, kommt man ganz anders in Gespräch“, weiß Nicole. Und Jolanta fügt an: „Ich selbst bin eher schüchtern, wenn es darum geht Kontakte zu knüpfen. Daher sehe ich das Roulette als tolle Gelegenheit, um auf neue Leute zuzugehen.“

Dass eine Kultur der Offenheit und des Austauschs gefördert wird, ist für Sofia Salek de Braun der wichtigste Aspekt des PTV Roulettes. „ Es entsteht ein unglaubliches Wir-Gefühl“, sagt sie stolz. „Durch die Verbindung von zwei Menschen, die sich sonst vielleicht nicht getroffen hätten, können natürlich auch viele tolle Ideen entstehen – ein schöner Nebeneffekt und Serendipity von der schönsten Seite.“

Schon gewusst: Am 18. August ist World Serendipity Day.

2 Gedanken zu „Match me if you can: Lunch-Networking mit dem PTV-Roulette

  1. Freue mich, dass eine unserer damaligen Ideen nun realisiert wurde. Weiter so!! Dies ist ein richtiger Weg!!

    Dieter Eisenbach

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