U-THREAT: Neues Forschungsprojekt soll Sicherheit in U-Bahn-Systemen erhöhen

In U-Bahn-Systemen können bereits kleine Störungen zu großen Beeinträchtigungen führen. Das neue Forschungsprojekt U-THREAT soll gegensteuern.

U-Bahnen sind schnell, zuverlässig und werden von Staus auf den Straßen nicht behindert. Kein Wunder also, dass dieses Verkehrsmittel bei der städtischen Bevölkerung hoch im Kurs steht. Allein in Berlin wuchs die Zahl der Fahrgäste von 2008 bis 2015 um fast 20 Prozent auf über eine halbe Milliarde pro Jahr. Jedoch können in U-Bahn-Systemen bereits kleine Störungen zu großen Beeinträchtigungen führen. U-THREAT, ein neues deutsch-französisches Forschungsprojekt, an dem auch PTV beteiligt ist, arbeitet daran, die Resilienz von unterirdischen Verkehrsnetzen weiter zu erhöhen. So soll der Betrieb im Schadensfall zuverlässig aufrecht gehalten bzw. schnell wieder aufgenommen werden können.

Beim Kick-off Meeting von U-THREAT trafen jetzt die zwölf Partner aus verschiedenen Hochschulinstitutionen, Forschungseinrichtungen, Verbänden, Verkehrsbetrieben und Unternehmen in Düsseldorf zusammen. Erstes Ziel des Projektes, das über drei Jahre läuft und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und der Agence Nationale de la Recherche (ANR) gefördert wird, ist es, eine Bewertungsmethodik zu entwickeln, um die Verwundbarkeit einzelner Abschnitte im U-Bahn-System ermitteln zu können.

„Darin besteht unsere Hauptaufgabe. Auf Basis unserer Software Visum werden wir ein Verfahren entwickeln, mit dem besonders kritische Haltestellen und Punkte im Netz identifiziert werden können“, erklärt Alexander Dahl, PTV Manager Research Sustainable Transport, der das Projekt auf PTV-Seite leitet. „Darauf aufbauend können dann Vorschläge für Maßnahmen ausgearbeitet werden, um diese Bereiche noch besser zu schützen.“

Um bei Ausfall einer Strecke schnell reagieren zu können, zum Beispiel mit einer alternativen Linienführung, sollen im Verlauf des Projekts zudem ein Simulationswerkzeug entstehen. Um Nutzer direkt informieren zu können, wird an neuen Kommunikationskonzepten gearbeitet. Demonstriert und evaluiert werden die erarbeiteten Methoden und Maßnahmen an realen Verkehrssystemen in Deutschland und Frankreich.

Beim Kick-off Meeting von U-THREAT trafen jetzt die zwölf Partner aus Hochschulinstitutionen, Forschungseinrichtungen, Verbänden, Verkehrsbetrieben und Unternehmen – darunter auch PTV –  in Düsseldorf zusammen.

U-THREAT

U-THREAT ist Teil des Programms „Forschung für die zivile Sicherheit“ (www.sifo.de) und wird im Rahmen der Förderbekanntmachung „Zukünftige Sicherheit in Urbanen Räumen“ vom deutschen Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und der französischen  Agence Nationale de la Recherche (ANR) gefördert.

Laufzeit: August 2017 bis Juli 2020

Projektvolumen: 2,2 Millionen Euro