The Electrified City: Herausforderungen für Südostasien

Die deutschen Teilnehmer der Travel-Konferenz, darunter auch Tanja Schäfer (vorne links), PTV Senior Project Manager Sustainable Transport, zu Gast in der Partner-Universität in Bangkok.

Inwiefern kann eine Elektrifizierung der Städte in Südostasien zu einer nachhaltigeren Entwicklung beitragen? Mit dieser Frage befasste sich eine vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanzierte Konferenzreise mit dem Titel „The Electrified City“. Experten des Instituts für Energiewirtschaft und rationelle Energieanwendung (IER) der Universität Stuttgart sowie von fünf weiteren deutschen Partnern, darunter auch die PTV, hatten drei Konferenz-Stopps auf dem Programm: Thailands Hauptstadt Bangkok, Hanoi im Norden Vietnams sowie Manila auf den Philippinen.

Ziel der drei Konferenzen war es, den wissenschaftlichen Austausch zu den Potentialen der Elektrifizierung in den Bereichen Energieproduktion, Gebäude-und Industriesektor, Mobilität und Luftreinhaltung zu fördern. Unter den Teilnehmern waren aber nicht nur Forscher und Studierende von lokalen Universitäten, sondern auch Regierungs- und Industriebeamte, NGOs sowie Vertreter der deutschen Botschaft. Die Veranstaltungen wurden jeweils von Partnerinstitutionen vor Ort organisiert, dem Clean Energy and Sustainable Development Laboratory in Hanoi, der School of Urban and Regional Planning der Universität der Philippinen Diliman in Quezon City und der Joint Graduate School of Energy and Environment am KMUTT in Bangkok.

Tanja Schäfer, PTV Senior Project Manager Sustainable Transport, sprach in ihrem Vortrag über die Möglichkeiten und Herausforderungen der Elektrifizierung im städtischen Transport. „Für alle Metropolen in Asien ist Verkehr ein großes Thema“, erzählt sie. „Was die Elektrifizierung angeht, sollte der Fokus auf den Massenverkehr gelegt werden, hier besteht das höchste Potential zur nachhaltigen Entwicklung. Zusätzlich zur  Elektrifizierung des Individualverkehrs, muss ein attraktives, funktionierendes und vor allem integriertes ÖV-System gewährleistet sein.“

Zusätzlich zu den Konferenztagen fanden Exkursionen zu lokalen Energie- und Mobilitätsanbietern statt, bei Lunch-Meetings konnten die Gäste aus Deutschland den Kontakt zu lokalen Stakeholdern vertiefen. Insgesamt war es eine gelungene Reise, findet Tanja Schäfer: „Die Resonanz war an allen drei Konferenzstandorten sehr gut und wir konnten viele interessante Kontakte knüpfen. Es gab zahlreiche Ansatzpunkte für mögliche Projekte und wir werden die Gespräche 2018 sicher fortsetzen.“