Urbane Logistik: Zeit zu gewinnen

Besonders im Bereich der Logistik im urbanen Raum sind heute Softwarelösungen gefragt: Erst sie ermöglichen ein einfaches Optimieren der täglichen und wöchentlichen Besuchstouren in Bezug auf vorhandene Zeitfenster und auf die Arbeitsteilung im Außendienst- oder Serviceteam. Damit werden urbane Lieferketten überhaupt erst möglich. ©PTV Group/iStock

Hauptgewinn: Zeit – eines der wertvollsten Güter der Gegenwart. Wer täglich Besuchstouren rund um Geschäftszeiten seiner Kunden plant sowie bevorzugte Zeitfenster berücksichtigen muss, weiß das. Wer dazu noch seine Besuche oder Liefertouren in engen und viel befahrenen Innenstädten plant, schätzt den Wert umso höher. Besonders im Bereich urbaner Logistik sind heute Softwarelösungen gefragt: Sie ermöglichen ein einfaches Optimieren der täglichen und wöchentlichen Besuchstouren in Bezug auf vorhandene Zeitfenster und auf die Arbeitsteilung im Außendienst- oder Serviceteam. Und sie machen urbane logistische Lieferketten überhaupt erst möglich. Die Investition in Software lohnt sich: Am Ende gewinnt der Anwender ein Plus an Zeit – für den einen weiteren Kundenbesuch oder die zusätzliche Auslieferung.

Boomende Innenstädte

Wir erleben eine Renaissance: Die Innenstadt boomt. Raus aufs Land zieht nur, wer sich eine der begehrten Stadtlagen nicht mehr leisten kann. Büro- und Gewerbeflächen sind heiß begehrt. Die Stadtverwaltungen arbeiten fleißig daran, ihre Innenstadtbereiche aufzuhübschen. Die „Braut“ wird geschmückt mit verkehrsberuhigten Zonen, verengten Straßen und verkehrsfreien Innenstadtbereichen sowie zeitlich begrenzt befahrbaren Lieferzonen. Wären da nicht die veränderten Handelsstrukturen und die wachsende Bevölkerung in Städten: Online-Bestellung ist in. Steigende und immer kleinteiligere Warenmengen sorgen bei der Auslieferung für verstopfte Straßen in der City und für schlechte Luft. Die Auswirkungen auf den Einsatz von Außendienst- und Servicekräften ist enorm: Die zeitlich optimierte operative Besuchstourenplanung wird zur Herausforderung.

Die Stadtverwaltungen suchen nach neuen Konzepten für den Wirtschafts- und Logistikverkehr, Lieferanten nach modernen Lösungen für die Urbane Logistik. London verfügte bereits 2003 über eine Innenstadt-Maut. Nachdem sich der Verkehr zunächst reduzierte, sind nun die Londoner Straßen voll von kleinen Lieferfahrzeugen. Boris Johnson, bis Mai 2016 Bürgermeister von London und erklärter Fahrradfan rief daher enorme Investitionen auf die Tagesordnung: sowohl in die Fahrradinfrastruktur als auch in den öffentlichen Nahverkehr. Wien mit seinem international viel beachteten öffentlichen Verkehrsnetz und die Fahrradstadt Kopenhagen galten als Vorbilder. Auch deutsche Städte passen ihre Innenstadtkonzepte an. So verkündete die Stadtverwaltung Hannovers den Start der Projektinitiative „Urbane Logistik“. Seit Ende September steht die Stadt als Modellregion für den Lieferverkehr der Zukunft.

Zeitfenster intelligent genutzt

Die Stadt Hannover fasst auf ihrer Internetseite zusammen, was viele bereits wissen: „Intelligente Vernetzung und smarte Mobilitätslösungen können Liefer- und Logistikverkehr effizienter und ressourcenschonender gestalten.“[1] Leerfahrten, fehlgeschlagene Lieferungen und Mehrfachbesuche lassen sich durch intelligente Steuerungs- und Planungssysteme vermeiden. Setzt man elektrisch angetriebene Fahrzeuge für die Lieferung auf den oft kurzen Wegen in der Innenstadt ein, hält das gleichzeitig die Luft rein.

Auch der geforderten Flexibilität bei Kundenbesuchen werden moderne Systeme gerecht: Ein freies Zeitfenster? Die PTV-Lösung für die operative Besuchstourenplanung zeigt dem Außendienstmitarbeiter per Umkreis- oder Korridorsuche spontan die zum Beispiel zeitlich nächstgelegene Kundenadresse an: Zeit für potenzielle und besuchswürde Kunden, die in einem definierten Zeit- oder Entfernungskorridor der vorab geplanten Tagestour erreichbar sind. Zusätzlich optimiert das System die Reihenfolge der Touren auch bei kurzfristigen Änderungen und schlägt neue Termine vor. Wertvolle Zeit wird damit auch im urbanen Raum sinnvoll genutzt.

Urbane Gebiets- und Tourenplanung

Interessant sind solche Lösungen für die operative Besuchstourenplanung besonders für die Anbieter von Servicedienstleistungen sowie in der Entsorgungsbranche. Wer vorab sein Vertriebsgebiet in der City feinräumig geplant hat, routet sein Team an die richtigen Haustüren. Gleichzeitig lassen sich Wohngebiete mit hoher Zielgruppendichte identifizieren und der Erfolg von Marketingmaßnahmen adressgenau messen.

Nicht nur der Außendienstmitarbeiter oder der Servicetechniker sondern auch der Warenlieferant will an der richtigen Adresse zum passenden Zeitpunkt klingeln. Komplexe Tourenplanungssysteme berücksichtigen heute die Öffnungszeiten oder die bevorzugten Lieferzeitfenster der zu beliefernden Geschäfte. Die gesamte Tourenplanung taktet diese Informationen ein. Eine frühzeitige und exakte Avisierung beim Kunden sorgt schließlich für eine reibungslose Lieferung – und damit gewinnt jeder Beteiligte am Ende wieder wertvolle Zeit.

Mit ausgewählten Lösungen der PTV Group auf der richtigen Zeit-Spur bei Logistiklösungen für den urbanen Raum:

  • PTV Map&Market –  die Premiumlösung für die anspruchsvolle Gebiets- und Standortoptimierung sowie Außendienstplanung.
  • PTV Map&Market Add-on 25h – die leistungsstarke Software für die operative Besuchstourenplanung; auch als native App auf mobilen Endgeräten oder optional als Cloud-Lösung und CRM-integriert.
  • PTV Smartour – das umfangreiche Softwaretool für die komplexe und effiziente Tourenplanung und Optimierung.
  • Urbane Logistik bei der PTV Group

[1] https://www.hannover.de/Urbane-Logistik-Hannover/Dialog/Hannover-wird-Modellregion-f%C3%BCr-Lieferverkehr-der-Zukunft