Hamburg macht ernst mit dem Dieselfahrverbot

Ab 31. Mai 2018 greift auf zwei Straßen in Hamburg das Dieselfahrverbot.

Als erste deutsche Großstadt setzt Hamburg ein Zeichen im Kampf gegen Abgase und CO²-Belastung und erlässt ein Fahrverbot für alle Dieselfahrzeuge, die die Abgasnorm Euro 6 nicht erfüllen. Das Verbot tritt am 31.Mai 2018 in Kraft.

Hat ein Fahrverbot den gewünschten Effekt?
So strikt, wie es sich anhört, ist das Verbot jedoch nicht. Fakt ist, dass zwei Streckenabschnitten im Stadtteil Altona-Nord betroffen sind. Damit werden längst nicht alle Dieselfahrzeuge aus der Stadt verbannt. Vielmehr ist folgendes wahrscheinliche Szenario denkbar: Fahrzeuge, die in das Raster fallen, werden zukünftig die betroffenen Straßen umfahren und verursachen dadurch höheres Verkehrsaufkommen auf den Ausweichrouten. In der Folge könnte das nicht nur erneut zu Stau führen, sondern vor allem die Bemühungen um Eindämmung des Schadstoffausstoß ins Gegenteil verkehren und höhere Belastungen verursachen. Eine Straße, die das Fahrverbot betrifft, ist die Max-Brauer-Allee.

Die Simulation stellt die Ist-Situation dem Ausweichszenario ab Ende Mai gegenüber. Daraus ergeben sich aufschlussreiche Zahlen.

Links zeigt die Nutzung der Straße bei aktueller Rechtslage – die direkte Durchfahrt eines LKW der Max-Brauer-Allee. Die Durchfahrtslänge zwischen den Hausnummern 87 und 159 beträgt 2.900 m, nach HBEFA 3.1 führt das zu einem CO2-Ausstoß von 4,29 kg.
Die rechte Seite zeigt die Umfahrung der Max-Brauer-Allee, die selbiger LKW ab dem 31. Mai 2018 machen muss, um einer Strafe vorzubeugen. Die gefahrene Länge beträgt 3.800 m. Damit legt der Lastwagen über 30% mehr Strecke als im vorherigen Beispiel zurück. Der Kohlendioxidausstoß erhöht sich mit 5,38 kg um 25% im Vergleich zum direkten Weg.

Was PTV für Sie tun kann
Hamburg ist die erste Stadt, die ein Fahrverbot für Dieselfahrzeuge erlassen hat. Egal wie umstritten dieser Schritt ist, er wird sicherlich dazu führen, dass weitere Städte dem Beispiel folgen.

Mit den PTV xServer:

  • berücksichtigen Sie Sperrungen oder Umleitungen direkt über den Straßennamen oder über die Segmentkennung
  • berechnen Sie Emissionen nach den gängigen Normen (HBEFA 2.1/3.1/3.2….) entweder für die gesamte Strecke oder einzelne Segmente

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