Fokus E-Mobilität: Elektro-Lkw fahren in Berlin

In der Testphase des Forschungsprojekt´s iHub, an dem auch PTV beteiligt ist, rollen jetzt E-Lkw durch Berlin.

Das Thema E-Mobilität ist in aller Munde – auch in der Logistik. Zwar werden in der Stückgutlogistik und im Fernverkehr bisher nur wenige elektrische Fahrzeuge eingesetzt. Gerade in Städten, die mit Luftverschmutzungen zu kämpfen haben, wird der Transport von Gütern mit E-Lastern aber immer attraktiver. Das Forschungsprojekt iHub, an dem auch das Research Team der PTV Group beteiligt ist, untersucht deren Einsatz im Stadtverkehr. In Berlin wurde jetzt die Testphase eingeläutet und der 12t E-Truck der Öffentlichkeit vorgestellt.

Ziel des Projekts iHub ist es, herauszufinden, wie sich eine gemischte Flotte aus elektrisch und konventionell betriebenen Lkws ökologisch und ökonomisch am sinnvollsten einsetzen lässt. Für Logistikunternehmen ist es schließlich wichtig, schnell, pünktlich und zuverlässig zu sein. Die Nachladenotwendigkeit von E-Trucks scheint ein Nachteil. Kann man damit flexibel planen?

„Wir arbeiten gemeinsam mit unseren Partnern an einem IT-gestützten System, das eine intelligente Steuerung möglich macht. Mittels einer dynamischen Tourenplanung werden Transportaufträge nur dann einem Elektro-Lkw zugeteilt, wenn dieser den Auftrag mit der gleichen Zuverlässigkeit erledigen kann wie ein Diesel-Lkw“, erzählt Michael Schygulla, Manager Research Logistics bei der PTV Group.

Michael Schygulla (rechts) gemeinsam mit PTV-Kollegen Michael Hubschneider bei der Präsentation des Projekts in Berlin.

Beim Projektpartner DB Schenker in Berlin wird das Ganze jetzt mit einer gemischten Flotte mit drei Elektro-Lkws mit bis zu 18 Tonnen Gesamtgewicht getestet. Die dortige Niederlassung bietet sich an, da sie innenstadtnah liegt, also ideal für den Einsatz von Elektro-Lkw. Mit Hilfe von PTV Software wird genau berechnet, welche Routen die Fahrzeuge nutzen können, um unterwegs nicht zeitaufwändig aufladen zu müssen.

„Von uns sind dafür der PTV E-Navigator, die PTV Driver App sowie PTV Smartour über Webschnittstelle im Einsatz“, erklärt Michael Schygulla. „Während der Testphase werden Daten, wie zum Beispiel Verbrauch, Ladezustände und -zyklen aus dem Fahrzeug und den Touren gesammelt und analysiert. Das ermöglicht uns dann Wirtschaftlichkeitsberechnungen.“

Die Ergebnisse der Testphase sollen anschließend auf größere Flotten übertragen werden. So soll gezeigt werden, dass Elektro-Trucks praxistauglich und wirtschaftlich in gemischte Flotten integrieren lassen

Über iHub:

Projektleitung: Schenker Deutschland AG

Projektpartner: PTV Group, FRAMO GmbH, Fraunhofer IVI und Institut für Postfossile Logistik PFL

Projektdauer: Januar 2016 bis Ende 2019

Das Vorhaben wird im Rahmen des Programms „IKT für Elektromobilität III“ des Bundesministeriums für Wirtschaft gefördert, ist damit Teil der „Digitalen Agenda 2014 bis 2017“ und unterstützt darüber hinaus die im Regierungsprogramm Elektromobilität beschriebenen Forschungsziele.

Mehr zum Thema : iHub: E oder nicht E?

 

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