Internationales Arbeiten bei der PTV Transport Consult

In Kroatien arbeitet die PTV Transport Consult an regionalen Verkehrsplänen für den Personen- und Güterverkehr.

Bei der PTV Transport Consult (TC) wird es nie langweilig. Das eigenständige Beratungsunternehmen innerhalb der PTV Group arbeitet an vielfältigen Themen wie Mobilität 4.0, Luftreinhaltung, Wirtschaftsverkehr, Verkehrssicherheit.  Matias Ruiz Lorbacher ist seit rund einem Jahr dabei und betreut internationale Projekte. Wir haben zum Interview getroffen.

Compass: Matias, im August bist du ein Jahr bei der PTV. Dein Fazit nach den ersten 12 Monaten: Gefällt’s dir bei uns?

Matias Ruiz Lorbacher: Ja (lacht), auf jeden Fall. Ich habe überhaupt nicht lange gebraucht um hier anzukommen. Durch die Duz-Kultur ist es sehr einfach, mit den Leuten in Kontakt zu kommen. Ich bin zudem ein großer Fan des PTV Roulettes. So habe ich nicht nur Kolleginnen und Kollegen der TC, sondern aus der ganzen Group kennengerlernt und wirklich sehr schnell Anschluss gefunden.

Compass: Was hast du früher gemacht?

Matias Ruiz Lorbacher: Ich komme eigentlich aus dem Forschungsbereich. Ich habe in Berlin Geographie studiert und war dort anschließend Dozent an der Freien Universität Berlin. Mit Mobilität hatte ich lange nur wenig zu tun, bis ich dann an einem asiatischen Forschungsprojekt zum Thema Verkehrsoptimierung mitgewirkt habe. Damals habe ich Feuer gefangen für das Thema und auch fürs Projektmanagement.

Compass: Und so bist du zur PTV Transport Consult gekommen?

Matias Ruiz Lorbacher: Ja, ich wollte zwar noch konzeptionell arbeiten, aber nicht mehr im wissenschaftlichen Kontext, sondern eher in der angewandten Richtung. Das ist genau das,was ich jetzt bei der TC mache. Es geht darum, Probleme zu erkennen und Lösungen zu finden – und das Ganze viel pragmatischer als in der Wissenschaft. Besonders gereizt hat mich zudem das internationale Arbeiten.

Matias Ruiz Lorbacher betreut internationale Projekte bei der PTV Transport Consult GmbH.

Compass: Das klingt, als hätten sich deine Erwartungen an den Job bei der TC erfüllt?

Matias Ruiz Lorbacher: Es macht mir sehr viel Spaß. Die Arbeit ist abwechslungsreich, da es keine Standardprozesse gibt. Wir sind eine relativ kleine Truppe was das Internationale angeht, tauschen uns aber eng mit den anderen Kollegen aus. Besonders schön finde ich zudem, dass wir im Ausland viel mit lokalen Partnern und Beratungsbüros zusammenarbeiten.

Compass: Erzähl doch mal von deinen aktuellen Projekten …

Matias Ruiz Lorbacher:  Momentan habe ich zwei spannende Projekte. Einmal in Kroatien, wo wir an regionalen Verkehrsplänen für den Personen- und Güterverkehr arbeiten. Es geht darum herauszufinden, wie sich die Regionen dort in den nächsten zehn Jahren aufstellen wollen. Wie muss die Infrastruktur gestaltet werden, damit der zu erwartende Verkehr reibungslos abgewickelt werden kann? In Limassol auf Zypern arbeiten wir an einem Sustainable Urban Mobility Plan, einem Strategieplan, der die Weichen für die Zukunft in Sachen Mobilität stellen soll.

Compass: Sinnvoll, vor allem in Zeiten, in denen sich das Mobilitätsverhalten der Menschen generell verändert …

Matias Ruiz Lorbacher:  Definitiv. Städte müssen sich klarmachen, wo sie eigentlich hinwollen. In Limassol ist man heute noch stark auf das Auto fokussiert, gerade mal zwei Prozent der Bürger fahren öffentlich. Will man die Autos da weiter stärken? Oder doch den ÖV, Radfahrer oder vielleicht einen Mix? Und wie sieht es mit neuen Mobilitätsformen wie Car Sharing und Car Pooling oder gar Mobility-as-a-Service aus? Natürlich spielen auch Themen wie Luftreinhaltung oder Lärm eine wichtige Rolle. Städte müssen die passenden Rahmenbedingungen liefern, damit sie auch in Zukunft noch lebenswert sind. Es ist spannend, da beratend zur Seite zu stehen und die passenden Konzepte und Lösungen zu liefern.

Compass: Noch eine Frage zum Schluss, Matias, wie kommst du selbst jeden Tag zur Arbeit?

Matias Ruiz Lorbacher:  Momentan mit der Straßenbahn, da ich noch in Berlin wohne und eine Bahncard100 habe. Ab September dann aber mit dem Fahrrad, da freue ich mich schon drauf.