Internationales Netzwerk für Frauen in der Mobilitätsbranche

Die Gründungsmitglieder von Mujeres en Movimiento, inklusive der PTV Road Safety Beauftragten Sofia Salek de Braun (3. von links).

Die Position von Frauen in Lateinamerika in den Bereichen Transport und Verkehr stärken, das ist das Ziel der Initiative „Mujeres en Movimiento“ (Frauen in Bewegung).  Die PTV Road Safety Beauftragte Sofia Salek de Braun, wurde jetzt in den Kreis der Gründungsmitglieder aufgenommen. 

„Es ist mir eine große Ehre, von Beginn an Teil dieses Netzwerks zu sein“, sagt die gebürtige Bolivianerin, die sich seit Jahren in ihrem Heimatland für mehr Verkehrssicherheit einsetzt. „Frauen sind im Verkehrssektor, wie in vielen anderen Bereichen auch, erheblich unterrepräsentiert. Das bedeutet, dass viel Talent ungenutzt bleibt. Daher ist es wichtig, Frauen proaktiv zu fördern, indem man ihre Sichtbarkeit erhöht und den Austausch von Erfahrungen und Aktionen über geografische Grenzen hinweg erleichtert. So können wir uns gegenseitig inspirieren, unser Wissen erweitern und neue Perspektiven eröffnen. Ich bin mir sicher, dass wir dadurch gemeinsam und auf sanfte Art die die Grundsätze der Mobilität neu denken können!“

Ins Leben gerufen wurde das Netzwerk während der Konferenz „Women Mobilize Women“, die im Mai 2018 von der Transformative Urban Mobility Initiative (TUMI) in Leipzig initiiert wurde. Sechs lateinamerikanische weibliche Verkehrs- und Mobilitätsverantwortliche unterzeichnen dort eine gemeinsame Erklärung, um Frauen in den Bereichen Entscheidungsfindung, Planung und Betrieb von Transport und Verkehr sowie in der Mobilitätspolitik und in der Durchführung von Projekten zur Entwicklung einer nachhaltigen Mobilität zu fördern.

„Dieses Netzwerk ist deshalb so wertvoll, weil wir Frauen uns gegenseitig stärken. Wir schaffen einen Raum, in dem weibliche Führungskräfte mit unterschiedlichem Hintergrund aufeinandertreffen und so nicht nur die Kenntnisse und Fähigkeiten der anderen erweitern, sondern auch die Bemühungen unterstützen, Gender-Perspektive in unsere tägliche Arbeit zu integrieren. Unser Hauptziel ist es, aktive und integrative weibliche Führung zu fördern, um die Gleichstellung der Geschlechter zu erreichen“, sagt Paula Bisau, stellvertretende Verkehrsministerin von Buenos Aires, Argentinien und Gründungsmitglied. 

Das neue Netzwerk trat zum ersten Mal auf der Second Cities Conference in Santiago de Chile im Oktober 2018 mit dem Seminar „Building Sustainable Leadership“ in Aktion. 65 weiblichen, lateinamerikanischen Führungskräften kamen zusammen und gaben als Team Impulse für die Arbeit an der nachhaltigen Agenda.

„Als nächsten Schritt wollen wir ein sind globales Frauennetzwerk aufbauen und damit weibliche Power auf die Verkehrsagenda setzen. Das ermöglicht es uns, die Bereiche Führung und strategisches Management zu professionalisieren, um eine nachhaltige Politik zu verwirklichen“, erklärt Laura Ballesteros, ehemalige stellvertretende Ministerin für Mobilität von Mexiko-Stadt. „Das wollen wir mit einem jährliches Leadership-Programm erreichen. Wir wollen Frauen in ihren täglichen Missionen stärken, indem wir ihnen technische Skills an die Hand geben.“

Zudem ist geplant, ein Leadership Center aufzubauen, in dem spezielle Trainings ui verschiedenen Themen wie zum Beispiel Management, politischer Kommunikation oder kreativem Denken angeboten werden. Ein Online-Magazin soll alle sechs Monate über Aktivitäten und Herausforderungen der „Women in Motion“ informieren. Das nächste Seminar des Netzwerks findet am 15. Januar mit Unterstützung der Weltbank in Washington DC statt.

Mujeres en Movimiento

Mitglieder: Laura Ballesteros Mancilla (Stellvertretende Senatorin und ehemalige stellvertretende Ministerin für Mobilität von Mexico City). Liza Castillo (Beraterin des Verkehrsministeriums und ehemalige stellvertretende Verkehrsministerin von Costa Rica). Paola Tapia (Ehemalige Verkehrsministerin von Chile). Paula Bisiau (stellvertretende Ministerin von Buenos Aires, Argentinien).  Daniela Chacón (Ecuador. Stadträtin von Quito, Ecuador und ehemalige stellvertredende Bürgermeisterin). Marta Serrano (Verkehrsdirektorin von Madrid, Spanien).